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Schlechte Chefs machen krank

Finnische Forscher haben gezeigt, wie nachteilig sich negatives Führungsverhalten auf Betriebe auswirkt. Beschäftigte, die mit autoritären und unsozialen Vorgesetzten zusammenarbeiten müssen, haben einen schlechteren Gesundheitszustand, melden sich öfter krank und gehen aus gesundheitlichen Gründen häufiger in Frühpension.

Das Forscherteam, das seine Arbeitsergebnisse in der Fachzeitschrift "Journal of Occupational and Environmental Medicine" veröffentlichte, hat ausschließlich Studien ausgewertet, die in methodisch fundierter Weise den Zusammenhang von Führungsstil und Mitarbeitergesundheit untersucht hatten.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Beschäftigte, die über einen guten Führungsstil ihres Vorgesetzten berichten, kamen mit einer 40 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit auch auf bessere Werte bei Aspekten wie beruflcher Stress, Depressivität oder Ängstlichkeit. Bei positivem Führungsverhalten waren die Krankenstände um 27 Prozent niedriger, die Rate der krankheitsbedingten Frühpensionierungen sogar um 46 Prozent.

Guter Führungsstil wurde in den Studien fast einhellig mit folgenden Attributen assoziiert: Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, Rücksichtnahme auf Untergebene, soziale Unterstützung, Motivierung zur Arbeit, Eröffnung von Chancen zur intelektuellen Weiterentwicklung.

(aus Forum Gesundheit 1/2009)

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